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Saturday, November 7, 2026

Andy Schmid zieht in der Handball-Nati die Zügel an

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Vor Rekordspiel gegen Weltmeister Dänemark

Andy Schmid zieht in der Handball-Nati die Zügel an

Andy Schmid hat aus der verpatzten WM-Qualifikation seine Schlüsse gezogen und im Aufgebot der Handball-Nati einige Änderungen vorgenommen. Er nimmt dabei keine Rücksicht auf prominente Namen.

Publiziert: vor 24 Minuten

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Christian MüllerRedaktor Sport

Seit dem Scheitern in der Qualifikation für die WM 2027 weht in der Handball-Nati ein neuer Wind. Die überraschende Pleite im Mai gegen Italien war der erste Tolggen im Reinheft der noch immer jungen Trainer-Karriere von Andy Schmid (43).

Wegen eines solchen Ausrutschers nach zuvor zwei erfolgreichen Turnieren (WM 2025, EM 2026) wirft Schmid nicht sein ganzes Konzept über den Haufen. «Die Menschlichkeit darf und wird in meinen Teams nie verloren gehen», sagt er. Und doch geht Schmid weniger Kompromisse ein. Wer bisher regelmässig zum Kader gehört hat, kann nicht mehr fix mit einem Aufgebot rechnen.

Rubin nicht im Aufgebot

So wurden für den aktuellen Zusammenzug mit Manuel Zehnder (27) und Lenny Rubin (30) zwei prominente Spieler im Rückraum nicht berücksichtigt. «Es war auch schon einfacher, das Nati-Aufgebot zu schreiben», sagt Schmid. «Das spricht für die Breite, die wir gerade auf den Rechtshänder-Positionen im Rückraum inzwischen haben.»

Dass Schmid die Zügel angezogen hat, lässt sich insbesondere an Rubins Nicht-Nomination ablesen. Der Rückraum-Shooter fiel nach einer starken EM im Januar in ein Loch, enttäuschte sowohl gegen Italien als auch bei seiner unfreiwilligen Rückkehr in die Schweizer Liga. In den letzten Wochen hat er bei seinem neuen Bundesliga-Klub Lemgo wieder in die Spur gefunden. «Mit solchen Leistungen wird er wieder Teil der Nati sein», sagt Schmid. Gleiches gilt für Zehnder, der mit seinem neuen Verein GOG in der dänischen Liga und in der Champions League ein Mammut-Programm abspult.

Unverzichtbar sind für Schmid nur wenige Spieler. Zu ihnen gehört Spielmacher Felix Aellen (23), der in der Nati wie bei seinem Klub Eisenach die Chefrolle übernimmt. Ebenfalls gesetzt ist Nikola Portner (32). Der Nati-Goalie kommt seit seinem Wechsel nach Ungarn zu Szeged wieder zu mehr Spielzeit als in Magdeburg und ist noch immer der einzige Schweizer Keeper mit internationalem Top-Format.

Daneben ist für Schmid aktuell der ideale Zeitpunkt, um neue Spieler zu testen und in der Nati einen Konkurrenzkampf zu schüren. Denn während die Mehrheit der anderen Nationen um ein Ticket für die EM 2028 spielt, ist die Schweiz als Co-Gastgeberin bereits qualifiziert. Die Nati spielt deshalb parallel zur EM-Qualifikation im sogenannten Euro Cup gegen die beiden anderen Co-Gastgeber Spanien und Portugal sowie den ebenfalls qualifizierten Europameister Dänemark. Zum Auftakt gabs am Mittwoch eine 28:33-Niederlage in Portugal.

Zuschauerrekord in Zürich

Schweizer Highlight des Euro Cups wird die Partie am Sonntag gegen Dänemark in der Zürcher Swiss Life Arena. Mehr als 10’300 Tickets wurden schon verkauft, womit der bisherige Zuschauerrekord (10'040 Fans) aus dem Jahr 2016 gegen Deutschland gebrochen wird. Noch grösser als die Kulisse ist der Gegner: Die Dänen kommen als vierfache Weltmeister nach Zürich. Am Mittwoch mussten sie beim 28:28 gegen Spanien einen seltenen Punktverlust hinnehmen. Dies wird Dänemark-Trainer Nikolaj Jacobsen seinen Stars nun als Extramotivation unter die Nase reiben, glaubt Andy Schmid. Er muss es wissen: Schliesslich hat sich Schmid bei seinem ehemaligen Coach sicher auch schon den einen oder anderen Trick abgeschaut.

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