Nach Dianas Tod: Charles klang «wie ein Lottogewinner»

- Charles Spencer (62) erhebt in seinem neuen Buch schwere Vorwürfe gegen König Charles III. (77).
- Der damalige Prinz habe die Todesnachricht von Prinzessin Diana wie ein «Lottogewinner» überbracht – und Spencer beim Streit um den Trauerzug wüst beschimpft.
- Das Buch «Swan Song: Diana, meine Schwester» erscheint am 22. September: Die «Daily Mail» veröffentlicht vorab Auszüge.
Charles Spencer (62) erhebt schwere Vorwürfe gegen König Charles III. (77). Als der damalige Prinz ihn am Morgen nach dem tödlichen Unfall von Prinzessin Diana (1961–1997) angerufen habe, sei er «schwindlig vor Hochstimmung» gewesen, «wie ein Lottogewinner». Das schreibt Dianas jüngerer Bruder in seinem Buch «Swan Song: Diana, meine Schwester» (Original: «Swan Song: Diana, My Sister»), das am 22. September im britischen Verlag Michael Joseph erscheint. Die «Daily Mail» veröffentlicht vorab exklusiv Auszüge.
Spencer hielt sich nach eigener Schilderung mit seinen vier Kindern in seinem Haus im südafrikanischen Kapstadt auf, als ihn die Nachricht aus Paris erreichte. Anders als alle anderen Anrufer, die kaum Worte gefunden hätten, habe Charles ihm fast beiläufig berichtet, er habe William (44) und Harry (42) am Morgen in ihren Zimmern auf Schloss Balmoral vom Tod ihrer Mutter unterrichtet. Rückblickend vermutet Spencer, der Prinz habe in diesem Moment eher daran gedacht, dass er nun die Frau heiraten könne, die er liebte.
Streit um den Trauerzug
Zum Eklat kam es laut dem Buch bei der Planung der Beerdigung. Ein Hofbeamter, Oberstleutnant Malcolm Ross, habe Spencer beiläufig mitgeteilt, die beiden Prinzen würden hinter dem Sarg ihrer Mutter gehen. Spencer, den Diana als Vormund ihrer Söhne eingesetzt hatte, lehnte das als «barbarisch» ab. Wenige Minuten später habe Charles persönlich angerufen.
«Aber ich habe das bei Lord Mountbattens Beerdigung auch gemacht», soll der Prinz gesagt haben. Spencer entgegnete nach eigener Darstellung: «Aber Sie waren 30, Sir, und er war nicht Ihre Mutter.» Daraufhin sei Charles ausgerastet und habe geschimpft, Spencers Familie habe «kein verdammtes Pflichtgefühl». Am Ende habe er gezischt: «Seien Sie versichert, wir werden sie schon bald vergessen.» Spencer schreibt, er habe nur noch «Ich kann nicht glauben, dass Sie das gerade gesagt haben» geantwortet und aufgelegt.
Wie er später über einen Bekannten aus der Downing Street erfuhr, wollte Charles unbedingt selbst im Trauerzug mitgehen. Im Palast habe man befürchtet, Schaulustige könnten ihn beschimpfen, wenn er allein hinter dem Sarg laufe. Die Anwesenheit der Söhne sollte das verhindern. Einen Tag vor der Beerdigung habe Ross gemeldet, William und Harry wollten nun selbst mitgehen, sofern ihr Grossvater Prinz Philip (1921–2021) an ihrer Seite sei. Spencer stimmte zu, unter dem Vorbehalt, dass die Jungen nicht dazu gedrängt werden dürften.
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Zweifel schon vor der Hochzeit
Auch über die Ehe seiner Schwester zeichnet Spencer ein düsteres Bild. Wie Diana einer engen Freundin anvertraut habe, habe Charles ihr am Tag vor der Hochzeit gesagt, er heirate sie gern, sei aber nicht in sie verliebt. Schon während der Verlobung habe Diana ein Armband entdeckt, das Charles für Camilla (79) gekauft hatte. Nach einem Fest auf Schloss Windsor, bei dem der Prinz sie kaum beachtet habe, wollte sie die Verlobung sogar lösen. Ihr Vater habe das jedoch abgelehnt.
Weiter berichtet der Earl laut Vorabauszug, dass eine Bemerkung von Charles über Dianas Taille sie schwer getroffen habe. Zum Zeitpunkt der Hochzeit habe sie nach eigenen Worten bereits seit fünf Monaten an einer Essstörung gelitten. Spencer ist heute überzeugt, dass seine Schwester ADHS hatte. In ihren späteren Jahren sei sie mehrfach zu den Klippen von Beachy Head gefahren und habe daran gedacht, sich das Leben zu nehmen. Die Liebe zu ihren Söhnen habe sie davon abgehalten.
Hast du oder hat jemand, den du kennst, Suizidgedanken? Oder hast du jemanden durch Suizid verloren?
Hier findest du Hilfe:
Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147
Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirchen
Jüdische Fürsorge, info@vsjf.ch
Kinderseele Schweiz, Beratung für psychisch belastete Eltern und ihre Angehörigen
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