«Schlimmer als die Überschwemmung von 2011»: Bangkok ruft wegen Überschwemmungen Notstand aus
«Schlimmer als die Überschwemmung von 2011»
Bangkok ruft wegen Überschwemmungen Notstand aus
Drei Tage Dauerregen setzen Bangkok unter Wasser. In allen 50 Bezirken herrscht der Katastrophenzustand. Bewohner waten durch hüfthohe Fluten, während die Behörden vor weiteren Unwettern warnen.
Publiziert: vor 8 Minuten
Darum gehts
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- Bangkok versinkt nach drei Tagen Regen in hüfthohem Wasser
- Fast 300 Millimeter Regen seit Freitag, schlimmer als 2011
- Gratis-Parkplätze bis 2. Oktober, Katastrophenschutz warnt vor Sturzfluten
Natalie ZumkellerRedaktorin News
Die thailändische Hauptstadt ertrinkt im Wasser. Seit drei Tagen schüttet es ununterbrochen. In allen 50 Bezirken haben die Behörden am Samstag den Katastrophenzustand ausgerufen, wie das Portal vietnam.vn berichtet. Auf der zentralen Phetchaburi Road steht das Wasser hüfthoch. Autos stecken fest, unzählige Geschäfte sind überflutet.
Gouverneur Chadchart Sittipunt schlägt Alarm: Fast 300 Millimeter Regen fielen seit Freitagnachmittag. «Das Wasser strömt immer weiter herein. Es ist jetzt sehr schwierig, nach draussen zu gehen. Das Wasser steht mir fast bis zur Hüfte», sagt Somkid Pheuk Ngam gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.
«Versuchen, Wasser abzupumpen, aber die Kanäle sind voll»
Die 67-jährige Händlerin lebt an einem Kanal im Norden der Stadt. Ihr Laden ist seit zwei Tagen dicht. Sie sagt, die Lage sei «schlimmer als die Überschwemmung von 2011». Damals starben über 500 Menschen.
Besonders hart trifft es den Osten der Metropole. Die Kanäle treten über die Ufer. Im Gebiet On Nut schleppen Anwohner im knietiefen Wasser Sandsäcke, um ihre Häuser zu retten. «Es regnet immer noch, und wir geben unser Bestes. Wir versuchen, das Wasser abzupumpen, aber die Kanäle sind alle voll», schreibt Gouverneur Sittipunt auf Social Media. Er rät den Bürgern, ihre Autos sofort ins Trockene zu bringen. Die Verkehrsbetriebe öffnen deshalb die Parkplätze der MRT-Stationen gratis bis zum 2. Oktober.
Entwarnung ist nicht in Sicht. Die thailändische Katastrophenschutzbehörde (DDPM) warnt vor einem Tiefdruckgebiet. Es drohen weitere Sturzfluten und Erdrutsche.
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