PunchLawyer faults Akpabio over jail term view for suicide survivorsThe Jerusalem PostIran tensions, Syria talks put Iraqi Kurdistan at the center of Middle Eastern diplomacy - analysisBollywood HungamaEXCLUSIVE: Rohit Shetty-backed Krithi Shetty-starrer titled Hum Tere Pyaar Mein; to be directed by his protégé Vidhi GhodgaonkarESPN'We're a really hard team to beat': Brewers prove their way can take down anyoneRTP DesportoMundial de Hóquei. Portugal defronta Itália após desaire com EspanhaInquirerGroup backs MILF’s Ebrahim as new BARMM gov’t headZDF heuteEntdecken Sie das ZDF-NachrichtenstudioIl Fatto QuotidianoPedro Sanchez risponde a Luciana Littizzetto: “Io in Italia a guidare il campo largo? Devo rimanere il Spagna a cucinare paella per almeno quattro anni. Sempre tuo, Pedro Pedro Pedro”Daily MailRussell Brand trial latest updates: Comedian 'is a ruthless and manipulative sexual predator with a voracious sexual appetite', and told friend he 'wanted to bed 5,000 women in his lifetime', court hearsTagesschauVerurteilter Signa-Gründer Benko darf in den Hausarrest wechselnn-tvAngreifer verfasste Manifest: Polizei stuft Schulattacke in Schongau als rechte Gewalttat einالشرقاليابان تعتزم استدعاء سفير روسيا بعد اعتقال صحافي بتهمة التجسس
The Daily Newsstand · Free, Always
Wednesday, October 14, 2026

Trainieren, studieren, ackern – Schweizer Sportstars: Medaillen bringen Ruhm – aber kein Geld

Translate

Beim traditionellen Sportempfang Anfang Woche hallte Applaus durchs Bundeshaus. In Bern wurden Schweizer Sportlerinnen und Sportler für ihre Leistungen im vergangenen Jahr geehrt. Sie haben Medaillen gewonnen, Podestplätze erkämpft und die Schweiz stolz gemacht. Doch während sich die einen voll auf den nächsten Wettkampf konzentrieren können, wartet auf andere am nächsten Morgen der Alltag: Job, Hörsaal oder Prüfung.

Läuferin im roten Sport-Outfit auf einer blauen Rennbahn während eines Wettkampfs.
Legende: Je schneller sie auf der Laufbahn wurde, desto schwieriger wurde es für die Sprinterin Salomé Kora, den Sport und die Trainingslager zu finanzieren. Keystone/Cyril Zingaro

Wie finanziert man eine Sportkarriere, wenn der Erfolg noch kein Geld einbringt? Sprinterin Salomé Kora kennt diese Frage nur zu gut. Je schneller sie auf der Laufbahn wurde, desto schwieriger der finanzielle Spagat: «Irgendwie musste ich mein Leben finanzieren, den Sport, die Trainingslager. Das wurde für mich zu einer dreifachen Belastung mit Training, Studium und Arbeiten.»

Spitzenleistungen, bescheidenes Einkommen

Damit ist Kora nicht allein. Laut einer SRF-Recherche von 2019 verdienten damals rund 40 Prozent der Schweizer Spitzenathletinnen und -athleten weniger als 14’000 Franken jährlich. Zwei Drittel absolvierten neben dem Sport eine Ausbildung oder arbeiteten Teilzeit.

Auch Wasserspringerin Michelle Heimberg kennt diese Realität. Die 26-Jährige studierte neben dem Leistungssport noch Kommunikationswissenschaften und Medienforschung an der Universität Zürich. Seit einem Jahr arbeitet sie Teilzeit in diesem Bereich: «Man hat den Alltag mit der Miete, allem, was dazugehört. Das summiert sich natürlich auch auf.»

Anfang Bildergalerie

Bildergalerie überspringen

  • Bild 1 von 3. Leichtathletik-800-Meter-Europameisterin Audrey Werro (Mitte) kann sich inzwischen vollumfänglich auf ihre Sportkarriere konzentrieren. Sprinterin Leonie Pointet (rechts) studiert Physiotherapie und absolvierte diesen Sommer ein Praktikum in mehreren Alters- und Pflegeheimen. Bildquelle: Keystone/Peter Klaunzer.

  • Bild 2 von 3. Bundesrat Martin Pfister (2. von links) weiss um die Herausforderungen von Athletinnen und Athleten, die neben dem Spitzensport auch ihren Lebensunterhalt finanzieren müssen. Bildquelle: Keystone/Peter Klaunzer.

  • Bild 3 von 3. Das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS lädt jährlich zum traditionellen Sportempfang ins Bundeshaus in Bern, um erfolgreiche Schweizer Medaillengewinner zu ehren. Bildquelle: Keystone/Peter Klaunzer.

Ende der Bildergalerie

Zurück zum Anfang der Bildergalerie.

Doch nicht nur das Geld ist knapp, sondern auch die Zeit. Orientierungsläufer Daniel Hubmann arbeitete nach seiner Schreinerlehre Teilzeit. War er im Trainingslager, mussten andere einspringen: «Und dann haben Kollegen, die eh schon auch unter Zeitdruck gewesen sind, manchmal meine Arbeit fertig machen müssen.»

Flexibilität ist gefragt

Immerhin gibt es Bestrebungen, den Spagat zwischen Spitzensport, Ausbildung und Beruf zu erleichtern. Swiss Olympic zeichnet besonders sportfreundliche Arbeitgeber aus. Zudem setzt sich der Sportdachverband seit 2020 gemeinsam mit Schweizer Hochschulen für Teilzeitstudien und flexiblere Lernmöglichkeiten ein.

Davon profitierte Salomé Kora an der Pädagogischen Hochschule St. Gallen. Das Spitzensportprogramm beeinflusste sogar ihre Studienwahl. Auch Sportminister Martin Pfister sieht die Hochschulen in der Pflicht: «Im Bereich der Universitäten und Hochschulen muss man halt ein bisschen flexibel sein und sich individuell an die Sportlerinnen und Sportler anpassen.»

Im Bereich der Universitäten und Hochschulen muss man halt ein bisschen flexibel sein.

Damit sei es aber nicht getan, sagt Kora. Für die 31-jährige Sprinterin und Bob-Anschieberin ist klar: Unterstützung muss früher kommen. Nämlich dann, wenn Talente sportlich durchstarten, finanziell aber noch nicht davon profitieren. «Wenn wir hier wirklich schon früher Fördergefässe aufmachen könnten für solche, die gerade am Kommen sind, wäre das sehr toll.»

Beim Empfang im Bundeshaus müssen sich die Spitzensportlerinnen und Spitzensportler vorerst mit Anerkennung begnügen. Im Wissen, dass auf viele von ihnen, wenn der Applaus verklungen ist, wieder Training, Arbeit und Rechnungen warten. Denn eine Medaille macht sich zwar gut in der Vitrine – bezahlen lässt sich die Miete damit nicht.

View the original on SRF News →

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.