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Tuesday, September 15, 2026

«Da habe ich zu spüren bekommen, was auf mich wartet beim ZSC»

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  • Stürmer Simon Knak wechselte diesen Sommer vom HC Davos zu den ZSC Lions.
  • Er nennt den intensiven Konkurrenzkampf im Training als grössten Unterschied zu Davos.
  • Der 24-Jährige durchlief einst die Jugendmannschaften des EHC Kloten.
  • Die mehrjährige Sperre seines ehemaligen Nati-Trainers Patrick Fischer bezeichnet Knak als «traurige Sache».

Simon Knak, wie haben Sie sich im Dress der ZSC Lions eingelebt?

Ziemlich gut, ich kannte viele Spieler schon. Es waren neben den ausländischen Spielern nicht mehr viele neu für mich. In Zürich habe ich mich auch sehr gut eingelebt. Ich habe hier meine Familie, meine Freundin und alte Schulkollegen. Es ist sehr schön, dass ich diese Beziehungen neben dem Eis wieder mehr pflegen kann.

Sie haben als Junior beim EHC Kloten gespielt. Was waren damals die ZSC Lions für Sie?

Als Junior war der ZSC für mich der Feind. Das ist aber schon eine ganze Weile her. Nach Kloten gab es noch ein paar andere Stationen für mich mit Nordamerika und Davos. Es werden sicher spezielle Spiele sein gegen Kloten, daran denke ich aber nicht mehr gross.

Knak 2018 im Trikot des EHC Kloten.

Knak 2018 im Trikot des EHC Kloten.Pius Koller/freshfocus

War es ein einfacher Entscheid, den HC Davos Richtung ZSC zu verlassen?

Ich wollte immer zurück nach Zürich kommen. Aber es gab natürlich noch ein paar andere Clubs, die Interesse gezeigt haben. Jetzt bin ich sehr glücklich, dass ich wieder hier sein kann. Hoffentlich auch für eine längere Zeit – sicher die nächsten fünf Jahre.

Sehen Sie schon Unterschiede zwischen Davos und den Lions?

Ja sicher. Für mich liegt der grösste Unterschied im Training. Wir haben einen enormen Konkurrenzkampf. Wir müssen in jedem Training zeigen, dass wir in diesem Line-up stehen und viel Eiszeit haben wollen. Das finde ich megageil, dass das in Zürich so ist. Das war in Davos zwar auch schon so, hier spüre ich das aber noch mehr.

Auf welche Spiele freuen Sie sich mehr, Kloten oder Davos?

Gegen den HCD. Das ist spezieller für mich, ich war immerhin sechs Jahre in Davos. Ganz viele Freunde, die ich dort oben hatte oder immer noch habe, werden dann sicher auch ins Stadion kommen. Ich freue mich jetzt schon darauf, das erste Mal gegen meine alten Teamkollegen zu spielen.

10.9.2026; Zürich; Eishockey National League – Training ZSC Lions; Simon Knak (ZSC) (Nico Ilic/freshfocus)

10.9.2026; Zürich; Eishockey National League – Training ZSC Lions; Simon Knak (ZSC) (Nico Ilic/freshfocus)Nico Ilic/freshfocus

Sie hatten während der Heim-WM in der Swiss Life Arena schon Zeit, sich an das neue Zuhause zu gewöhnen.

Genau, während der WM war das sicher speziell. Für mich waren aber auch die Playoff-Halbfinalspiele mit dem HCD gegen den ZSC besonders. Weil ich gewusst habe, dass ich nächste Saison in dieser Mannschaft spielen werde. Da habe ich zu spüren bekommen, was auf mich wartet beim Zett. Dann durfte ich während der WM mit all den richtig starken Spielern zusammenspielen, das war richtig cool.

Bleiben wir bei der Weltmeisterschaft. Erneut hat es leider nicht geklappt mit der Goldmedaille. Hat der Wechsel nach Zürich geholfen, das Ganze etwas besser zu verarbeiten?

Ja, ich denke schon. Ich wusste, dass für mich ein neues Kapitel beginnt. Die Verarbeitung der Niederlagen im Playoff- und WM-Final ist mir dadurch sicher etwas leichter gefallen. Wenn ich darüber nachdenke, ist es immer noch etwas schmerzhaft. Aber es geht jetzt weiter, man hat neue Ziele vor Augen.

31.5.2026; Zürich; Eishockey Nationalmannschaft – IIHF World Ice Hockey Championships 2026 – Finale – Schweiz – Finnland; Simon Knak (SUI) enttäuscht (Nico Ilic/freshfocus)

31.5.2026; Zürich; Eishockey Nationalmannschaft – IIHF World Ice Hockey Championships 2026 – Finale – Schweiz – Finnland; Simon Knak (SUI) enttäuscht (Nico Ilic/freshfocus)Nico Ilic/freshfocus

Die Heim-WM hätte das Abschiedsturnier von Patrick Fischer werden sollen – es kam bekanntlich anders. Nun hat ihn der Weltverband IIHF für vier Jahre von allen Tätigkeiten bei Nationalteams gesperrt. Was denken Sie darüber?

Für mich ist das Ganze eine traurige Sache. Ich durfte meine ersten Nati-Spiele unter Fischi absolvieren. Ich bin extrem dankbar, dass er mir diese Chance gab. Ich finde ihn einen super Typen und super Coach. Das ist alles sehr schade. Aber ich glaube, dass ihn die IIHF gesperrt hat, macht keinen grossen Unterschied. Er wird irgendwo sicher einen Job finden als Coach. Ich konnte alles aufsaugen, was er mir beigebracht hat. Er gehört zu den besten Trainern, die ich bisher je hatte – eines Tages würde ich sehr gerne wieder für ihn spielen.

Das Interview wurde gemeinsam mit Journalisten verschiedener Medien aufgezeichnet.

Nino Vinzens

Nino Vinzens (nvi) arbeitet seit 2024 für 20 Minuten. Seine Expertise verteilt sich hauptsächlich auf die Sportarten Fussball, Ski Alpin und Eishockey.

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