TCS-Test – Einige Velo-Navis lassen uns schieben – und kennen Velowege nicht

Worum geht es? Wer zum Velofahren ein Navi braucht, hat die Qual der Wahl. Man kann auf die kostenlosen Allzweck-Karten-Apps setzen (Google Maps, Apple Maps etc.), oder sich für ein kostenpflichtiges Produkt entscheiden. Der TCS-Test zeigt: Wer besonders sichere Routenvorschläge möchte, fährt mit spezialisierten Anbietern besser.
Was wurde getestet? Mehrere Velo-Routenplaner hat der TCS genauer unter die Lupe genommen. Darunter auch die «Grossen» (Google, Apple), aber auch Anbieter wie Bikemap, Komoot oder Osmand. Im Fokus des Tests stand dabei die Sicherheit der jeweils vorgeschlagenen Route.
Wir gingen von nicht so routinierten E-Bike-Fahrern aus, denen eine sichere Route wichtig ist.
«Es ging um die Frage, ob die Route mehrheitlich über Velowege oder Quartierstrassen führt», sagt TCS-Mediensprecher Marco Wölfli. Abzug gab es, wenn ein Navi beispielsweise stark befahrene Hauptstrassen ohne Veloinfrastruktur wählte oder Streckenabschnitte, auf denen man das Velo schieben muss, zum Beispiel wegen eines Fahrverbots. «Wir gingen dabei von nicht so routinierten E-Bike-Fahrern aus, denen eine sichere Route wichtig ist.»
Wie wurde getestet? Der TCS hat Strassen und Wege in verschiedene Kategorien eingeteilt und diese Kategorien jeweils nach ihrer Sicherheit bewertet. Anschliessend wurde anhand von zwei Strecken verglichen, welche Apps möglichst sichere Wege wählen und welche die Velofahrenden mehr Risiko aussetzen.
Wie sehen die Resultate aus? Grundsätzlich hält der TCS alle Apps für empfehlenswert: «Man kommt auch mit jenen Apps ans Ziel, die weniger gut abgeschnitten haben», so Mediensprecher Wölfli. Testsieger ist die App Bikemap. Sie überzeugte sowohl auf der Strecke in der Stadt, sowie auf der Velotour über Land.
Was ist mit Schweizmobil und Apple Maps? Das ist der Schönheitsfehler in diesem Test: Da in der Schweizmobil-App keine Adressen eingegeben werden können, hat der TCS Schweizmobil nur über Land getestet – dort hat die App aber die meisten Punkt erreicht. Apple Maps konnte der TCS hingegen nur auf der Stadtstrecke testen, da es bei der Route über Land technische Probleme gegeben hat. In der Stadt überzeugte die App weniger als andere – unter anderem wegen eines Abschnitts durch ein Fahrverbot. Der TCS stuft sie für den Stadtverkehr dennoch als empfehlenswert ein.
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