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Wednesday, August 19, 2026

Im Juli gedreht: Peta veröffentlicht Werbespot mit Hayden

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  • Peta hat einen Werbespot veröffentlicht, den Hayden Panettiere wenige Wochen vor ihrem Tod gedreht hat.
  • Die am 22. Juli entstandene Kampagne richtet sich gegen die Haltung von Delfinen und Walen in Meeresparks.
  • Panettiere setzte sich seit fast zwei Jahrzehnten für Meeressäuger ein – zuletzt bis kurz vor ihrem Tod.

Es ist der letzte öffentliche Auftritt von Hayden Panettiere (1989-2026): Die Tierrechtsorganisation Peta hat einen Werbespot veröffentlicht, den die Schauspielerin nur wenige Wochen vor ihrem Tod gedreht hat. Ein Peta-Sprecher bestätigte gegenüber «Page Six», dass die Kampagne am 22. Juli entstanden ist. Panettiere sei am Set «wunderbar» gewesen.

Der Spot richtet sich gegen die Haltung von Delfinen und Walen in Meeresparks. Panettiere liegt darin unbekleidet in einer freistehenden Badewanne, das Anzeigenmotiv trägt die Zeile «Could you live in a bathtub?». «Stellen Sie sich vor, Sie müssten Ihr ganzes Leben in einer Badewanne verbringen», sagt sie darin. Statt frei mit ihrer Familie und den anderen Mitgliedern ihres Schwarms im Ozean zu schwimmen, lebten die Tiere in winzigen Becken.

Diesen Werbespot veröffentlichte Peta.Youtube

Ein Appell an die Zuschauer

«Wir können das beenden. Du und ich», wendet sich Panettiere direkt an das Publikum. «Könnt ihr euch ihre Frustration, ihr Trauma, ihre Depression vorstellen? Alles, was wichtig und entscheidend für ihr Wohlbefinden ist, wird ihnen entrissen.» Am Ende steht eine Bitte: «Versprechen Sie heute, niemals einen Meerespark zu besuchen, der Delfine in extremer Gefangenschaft hält. Gemeinsam können wir dieser Grausamkeit ein Ende setzen.»

Nach Panettieres Tod am Sonntag entschied sich Peta dafür, Anzeige und Video zu veröffentlichen. Die Organisation ruft dazu auf, ihr Andenken zu ehren, indem man keine Eintrittskarte für Einrichtungen kauft, die diese Tiere in Betonbecken halten.

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Ihr Einsatz begann mit 18 Jahren

Für Meeressäuger setzte sich Panettiere seit fast zwei Jahrzehnten ein. 2007 paddelte die damals 18-Jährige vor Taiji in Japan hinaus und stellte sich Delfinjägern entgegen. Die Bilder gingen um die Welt und fanden Eingang in den Dokumentarfilm «Die Bucht», der mit dem Oscar ausgezeichnet wurde.

2015 unterstützte sie als Unterzeichnerin einer Stellungnahme den Widerstand gegen die Einfuhr von 18 wild gefangenen Belugawalen für ein Aquarium in Georgia. 2019 appellierte sie an Russlands Präsidenten Wladimir Putin, fast 100 Belugas und Orcas freizulassen, die für Meeresparks vorgesehen waren. Noch im selben Jahr kamen die Tiere zurück ins Meer.

«Hayden Panettiere wurde als Fernsehheldin zu einem Begriff, für die Tiere aber war sie die echte Heldin», erklärte Peta-Vizepräsidentin Lisa Lange nach dem Tod der Schauspielerin. «Die Welt hat eine gütige Seele verloren und die Tiere eine unerschrockene Verbündete, und alle bei Peta bewahren ihr Andenken.»

Neutrogena: Shitstorm nach Haydens Tod

Im Zusammenhang mit Haydens Tod rückt auch die Gesichtspflegemarke Neutrogena in den Fokus – jedoch nicht im positiven Sinne. Fans der Schauspielerin rufen zum Boykott der Brand auf. Der Grund: Wenige Monate vor ihrem Tod warf Hayden Neutrogena im Podcast «On Purpose» vor, ihren zehnjährigen Vertrag beendet zu haben, weil sie ihre psychischen Probleme öffentlich gemacht hatte.

«Neutrogena war ein riesiger Teil meines Lebens», erinnerte sich Panettiere. «Ich hatte die Moralklauseln, die wirklich alles abdeckten. Und von all den Dingen, wegen denen sie mich hätten entlassen können, wäre das das Letzte gewesen, womit ich gerechnet hätte», sagte die Amerikanerin.

Neutrogena schweigt zum Shitstorm

Sie habe kurz davor im TV über ihre postnatale Depression gesprochen: «Als ich den Anruf von Neutrogena bekam, dass sie mich deswegen entlassen wollten, sagte meine damalige Vertreterin: ‹Das ist illegal. So etwas geht nicht›», sagte Panettiere. «Obwohl sie mich in dem Jahr noch gerettet hat, wusste ich, dass es das gewesen war. Ich würde im nächsten Jahr nicht wieder eingeladen werden.»

Neutrogena hat sich zu den Vorwürfen bisher nicht geäussert. Die Social-Media-Accounts der Marke werden mit Boykott-Rufen geflutet. «Hayden hat was Besseres verdient», «Ich werde nie mehr eure Produkte nutzen» oder «Ihr seid erledigt», liest man beispielsweise auf Instagram.

Hast du oder hat jemand, den du kennst, eine psychische Erkrankung?

Hier findest du Hilfe:

Kinderseele Schweiz, Beratung für psychisch belastete Eltern und ihre Angehörigen

Psyfinder, qualifizierte Fachpersonen in deiner Nähe

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Trauerst du oder trauert jemand, den du kennst?

Hier findest du Hilfe:

Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirchen

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Pro Senectute, Beratung älterer Menschen in schwierigen Lebenssituationen

Leonie Projer

Leonie Projer (pro), Jahrgang 1997, ist stellvertretende Leiterin im Ressort People und arbeitet seit Oktober 2022 bei 20 Minuten. Ihre ersten journalistischen Erfahrungen sammelte sie bei Tele M1 und «ArgoviaToday».

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