Hausarrest in 60-Quadratmeter-Wohnung: Benko kommt aus Gefängnis

- Der Immobilienunternehmer René Benko (49) darf nach 20 Monaten Haft die Justizanstalt Innsbruck verlassen.
- Ein Richter am Landesgericht Innsbruck bewilligt ihm Hausarrest mit Fussfessel, die er in den kommenden Tagen erhält.
- Benko hat bereits eine 60 Quadratmeter grosse Wohnung gemietet, der Strafprozess beginnt in drei Wochen.
Nach 20 Monaten in Haft darf der Immobilienunternehmer René Benko die Justizanstalt Innsbruck verlassen. Mit einer Fussfessel kann er nun den Rest seiner Strafe im Hausarrest verbringen.
Ein Richter am Landesgericht Innsbruck gab dem entsprechenden Antrag des 49-Jährigen statt, wie heute.at berichtete und Benkos Verteidiger Norbert Wess bestätigte. Ursprünglich wurde Benko zu 30 Monaten Untersuchungshaft verdonnert.
Hausarrest trotz Tatbegehungsgefahr
Wie die Kronenzeitung berichtet, spreche ein Bericht des Oberlandesgerichts gegen Hausarrest. Im Bericht wird eine Tatbegehungsgefahr festgehalten. Diese liegt vor, wenn der Verdacht besteht, dass eine beschuldigte Person im Falle ihrer Freilassung weitere Straftaten ähnlicher Art begehen wird.
Trotzdem hat der Richter dem Antrag stattgegeben. Fluchtgefahr wurde bereits in früheren Verhandlungen nicht angenommen und Verdunkelungsgefahr ist nach einer gewissen Zeit in der Untersuchungshaft weggefallen.
Wohnung bereits gemietet
Eine 60 Quadratmeter grosse Wohnung habe er bereits angemietet, heisst es von Benkos Anwalt. Zur Begründung gab Benko an, sich im Hausarrest besser auf den bevorstehenden Strafprozess vorbereiten zu können. Dieser beginnt in drei Wochen.
Die Fussfessel soll Benko in den kommenden Tagen erhalten. Dann kann er das Gefängnis verlassen. Benkos Lösung ist eine Seltenheit. Von insgesamt 1863 Untersuchungshäftlingen in Österreich trug bisher lediglich eine Person eine Fussfessel.
Simon Misteli (sim), Jahrgang 1995, arbeitet seit 2024 als Redaktor am Newsdesk. Dabei schreibt er über verschiedenste Themen mit einem Fokus auf Auslandsgeschichten.
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