Bayerischer Wirtschaftsminister Aiwanger tot in Hotel gefunden

Chef der Freien Wähler
Bayerischer Wirtschaftsminister Aiwanger tot in Hotel gefunden
Hubert Aiwanger ist tot. Der bayerische Wirtschaftsminister und Chef der Freien Wähler wurde leblos in einem Berliner Hotel aufgefunden. Die Todesursache ist unklar.
Publiziert: 04.11.2026 um 21:31 Uhr
Aktualisiert: 04.11.2026 um 22:51 Uhr
Der bayerische Wirtschaftsminister und Chef der Freien Wähler, Hubert Aiwanger (†55), ist gestorben. Er wurde am Mittwoch tot in seinem Hotelzimmer im Berlin-Mitte aufgefunden, wie die Berliner Polizei mitteilt.
Am Mittwoch wurde das Hauptstadtbüro der Freien Wähler in Berlin eröffnet. Der Parteichef fehlte laut Informationen von «Bild» offenbar, weil es ihm nicht gut ging. Er sei an einer Magen-Darm-Grippe erkrankt, hiess es aus dem Umfeld der Freien Wähler, berichtet «Focus online». Deshalb soll er im Hotel «Neuer Fritz» geblieben sein. Später war er dann nicht mehr erreichbar und wurde schliesslich leblos in seinem Zimmer entdeckt.
Zur Todesursache wurde zunächst nichts bekannt. CSU und Freie Wähler sagten, dass von einer natürlichen Todesursache ausgegangen werde. Laut Polizei dauern die Ermittlungen aber noch an.
Stellvertretender bayerischer Ministerpräsident
Aiwangers Familie wurde bereits informiert. Hubert Aiwanger lebte mit der Kommunalpolitikerin Tanja Schweiger zusammen, mit der er zwei gemeinsame Söhne hat.
Der Politiker wurde im März 2010 zum Parteichef der Freien Wähler gewählt. Seit November 2018 ist er der Wirtschaftsminister des Bundeslandes Bayern und stellvertretender bayerischer Ministerpräsident.
«Absolute Tragödie»
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (59) bezeichnete Aiwangers Tod als «absolute Tragödie». Seine Gedanken seien bei seiner Familie und seinen Kindern. «Wir trauern mit ihnen und beten für sie», schrieb Söder auf X.
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Auch der Sozialdemokrat Karl Lauterbach (63) äusserte sein Beileid. «Hubert Aiwanger war streitbar und nicht einfach. Trotzdem starb hier auch ein Kollege, der leidenschaftlich für sein Land gearbeitet hat. Meine Gedanken sind bei seiner Familie», schrieb er über seinen politischen Gegner.
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Flugblatt-Affäre sorgte 2023 für Schlagzeilen
2023 geriet der deutsche Politiker in die Schlagzeilen. Die «Süddeutsche Zeitung» warf ihm vor, im Rahmen eines Schülerwettbewerbs zur deutschen Geschichte ein antisemitisches Flugblatt verfasst zu haben. Das Pamphlet rief zur Teilnahme an einem angeblichen Bundeswettbewerb auf: «Wer ist der grösste Vaterlandsverräter?».
Bewerber sollten sich «im Konzentrationslager Dachau zu einem Vorstellungsgespräch» melden, hiess es darin. Als erster Preis wurde «Ein Freiflug durch den Schornstein in Auschwitz» angepriesen. Weiter zu gewinnen sei «Ein lebenslänglicher Aufenthalt im Massengrab».
Aiwanger liess gegenüber der «SZ» über einen Sprecher mitteilen, er habe «das Pamphlet nicht produziert» und wies Vorwürfe des Rechtsextremismus zurück. Nur wenige Stunden nach dem Medienbericht der «SZ» erklärte Hubert Aiwangers älterer Bruder Helmut in einem Interview mit der Passauer «Neuen Presse», dass er die Schrift verfasst habe.
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