Rachel Rinasts Fazit zur Nati – Pflicht erfüllt, Beney gehört nach vorne, Österreich wird schwer

Dass Israel wohl kein wirklicher Gradmesser sein würde, war schon nach der Auslosung klar. Dementsprechend deutlich, mit dem Gesamtskore von 9:3, setzte sich die Nati in der 1. Playoff-Runde auf dem Weg an die WM-Endrunde im Sommer 2027 durch. Nach dem wilden Hinspiel (7:3) folgte am Dienstagabend in Sitten ein kontrollierter, sicherer Auftritt ohne Gegentor (2:0).
«Die Pflicht wurde auf jeden Fall erfüllt», sagte SRF-Expertin Rachel Rinast nach der Partie. «Man hat sich die Kritik aus dem Hinspiel zu Herzen genommen. Gerade defensiv war man sehr konstant.»
Beney sticht raus
Weil der Fokus auf die Verteidigung und das Verhindern eines Gegentors gesetzt wurde, sieht es die ehemalige Nati-Spielerin auch nicht als allzu dramatisch an, dass das Rückspiel «nur» mit 2:0 gewonnen wurde. «In der 1. Halbzeit hat man noch viele Flanken versucht, in der 2. Halbzeit war es dann etwas zerfahrener.»
Besonders hervorheben möchte Rinast die junge Iman Beney: «Für mich gehört sie einfach in die Offensive. Sie kann mit ihren Qualitäten dem Nationalteam enorm helfen.» Bei jeder Aktion habe man das Gefühl, dass etwas entstehen könne. Im Hinspiel hatte Beney noch als Aussenverteidigerin gespielt, in Sitten durfte sie wieder offensiver ran. Dieser Kniff ging auf, die 20-jährige Walliserin erzielte das 1:0.
Steigerung gefragt
In der 2. Playoff-Runde der WM-Quali wartet Ende November bzw. Anfang Dezember mit Österreich nun ein deutlich schwierigerer Gegner. «Es ist ein Team, das mit der Schweiz auf Augenhöhe ist. Wenn nicht Österreich in manchen Punkten sogar noch etwas besser eingespielt ist», meint Rinast.
Das Rezept für das Nachbarschaftsduell? Die beiden Israel-Partien müssen kombiniert werden. «Wenn die Schweiz die Offensivleistung aus dem Hinspiel mit der Defensivleistung aus dem Rückspiel vereint, dann kann es reichen», schätzt Rinast ein.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.