Jetzt schiesst Ronaldos Schwester gegen Portugal

- Cristiano Ronaldo hat das portugiesische Nationalteam-Camp überstürzt per Privatjet verlassen – einen Tag vor dem Nations-League-Spiel gegen Dänemark.
- Auslöser war ein Zoff mit Trainer Jorge Jesus, der Ronaldo weder gegen Wales noch gegen Norwegen von Beginn an einsetzte.
- Ronaldos Schwester Elma Aveiro schoss auf Instagram gegen den Verband, den Sportjournalismus und die portugiesischen Fans.
Cristiano Ronaldo droht nach dem eskalierten Zoff und der überstürzten Abreise aus dem Camp ein unrühmlicher Abschied aus der portugiesischen Nationalmannschaft. Über die genauen Gründe für seine Entscheidung, einen Tag vor dem Länderspiel gegen Dänemark lieber per Privatjet nach Madrid zu fliegen, will der 41 Jahre alte Superstar die Öffentlichkeit noch informieren.
Eine, die sich jetzt schon gegenüber der Öffentlichkeit meldet, ist Elma Aveiro, die Schwester von Cristiano Ronaldo. In einer Instagram-Story teilt sie einen Text einer Drittperson und kommentiert diesen mit «Alles gesagt». In dem Text wird mehr Respekt für CR7 und ein anderes Verhalten des portugiesischen Fussballverbandes gefordert. Auch der Sportjournalismus in Portugal wird kritisiert.
Das sagt Trainer Jorge Jesus
Hintergrund der ganzen Posse um Cristiano Ronaldo ist die aktuelle Nations-League-Kampagne seines Landes Portugal. Zum Auftakt der Nations League gegen Wales war Ronaldo nach einer guten Stunde ausgewechselt worden.
Im zweiten Spiel kam er nicht eine Minute zum Einsatz gegen Norwegen – das erste Mal nach 18 Jahren – und verschwand umgehend in der Kabine, wie das portugiesische Sportblatt «O Jogo» berichtet. Beide Partien hatte Portugal gewonnen. Vor dem dritten Match heute gegen Dänemark im Parken von Kopenhagen kündigte Trainer Jorge Jesus an, dass Ronaldo wieder nicht in der Startelf stehen würde.
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«Ronaldo? Ich weiss nicht, was im Spiel passieren wird. Keine Ahnung. Wenn ich ihn brauche, kommt er rein. Wenn ich ihn nicht brauche, kommt er nicht rein», sagte Jesus portugiesischen Medien zufolge. Er berichtete demnach auch von einem Gespräch Ronaldos mit ihm sowie mit dem portugiesischen Verbandschef nach der Partie gegen Norwegen. «Er ist nicht gekommen, um irgendetwas zu klären, denn es gab nichts zu klären», befand Jesus.
Ronaldo-Schwester legt nach
Ronaldo und seine Schwester sehen das wohl anders. Für die Portugiesinnen und Portugiesen hatte Elma Aveiro ebenfalls keine schönen Worte übrig. Sie klagt, dass ihr Bruder «mehr Respekt» verdient hätte. «Wir (Portugiesen) sind neidisch, abfällig, ignorant und verdienen es, wieder in die Mittelmässigkeit zurückzufallen, die wir im Fussball vor CR7 immer hatten.»
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Die portugiesische Zeitung «Correio da Manhã» berichtete, dass Ronaldo wegen seiner Team-Flucht laut Disziplinarordnung des portugiesischen Fussballverbandes (FPF) eine Sperre von bis zu sechs Monaten drohe. Doch bei einem zu erwartenden Rücktritt aus der Nationalelf wäre diese Sanktion ohnehin irrelevant.
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Florian Osterwalder (fos) arbeitet seit 2021 für 20 Minuten und ist stellvertretender Co-Leiter des Newsdesks.
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