Drohnen treffen Rechenzentrum von russischem Google-Pendant

Brand ausgebrochen
Drohnen treffen Rechenzentrum von russischem Google-Pendant
Ein Rechenzentrum des russischen Techkonzerns Yandex ist laut Reuters in der Nacht auf Donnerstag in der Region Rjasan von Drohnen getroffen worden. Yandex bestätigte die vollständige Einstellung des Betriebs. Einzelne Dienste könnten ausfallen.
Publiziert: vor 25 Minuten
- Reuters meldet Drohnentreffer auf Yandex bei Moskau
- Yandex stellte den Betrieb in Rjasan vollständig ein
- Sasta ist sanktioniert, ob es Ziel war, bleibt offen
Mattia JutzelerRedaktor News
Das russische Google gerät scheinbar ins Visier ukrainischer Angriffe. Ein grosses Rechenzentrum von Yandex wurde laut der Nachrichtenagentur Reuters in der Nacht auf Donnerstag von Drohnen getroffen. Yandex ist das führende KI- und Technologieunternehmen Russlands.
Das betroffene Gebäude steht in der Region Rjasan, südöstlich von Moskau. Yandex selbst bestätigte der russischen Nachrichtenagentur Tass, dass der Betrieb des betroffenen Rechenzentrums vollständig eingestellt wurde. Einige Dienste des Unternehmens sind für Nutzer zurzeit möglicherweise nicht verfügbar, hiess es weiter. Das Unternehmen stellte jedoch keinen öffentlichen Zusammenhang zwischen dem Vorfall und dem gemeldeten Drohnenangriff her.
Gelände gehört Werkzeughersteller
Das Rechenzentrum steht laut der ukrainischen Zeitung «Kyiv Independent» auf einem Industriegelände. Videos auf den sozialen Medien zeigen augenscheinlich einen Brand am betroffenen Gebäude. Noch ist allerdings unklar, ob das Feuer tatsächlich im Rechenzentrum oder auf einem anderen Teil des Geländes ausgebrochen ist.
Das Gelände gehört dem Werkzeughersteller Sasta, einem Produzenten von Metallbearbeitungs- und hochpräzisen Produktionsmaschinen. Die Produkte von Sasta kommen laut der Zeitung auch in der russischen Verteidigungsindustrie zum Einsatz. Der Hersteller steht deswegen seit 2024 unter Sanktionen.
Aktuell ist noch nicht bestätigt, ob das Yandex-Rechenzentrum, das Sasta-Werk oder beide die eigentlichen Ziele des Angriffs waren. Das ukrainische Militär hat sich bisher nicht zur Attacke geäussert.
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