21-Jähriger nach Sturz schwer verletzt: Hund rettet ihm das Leben

- Ein 21-jähriger Wanderer stürzte im Dachsteingebirge in Österreich rund 20 Meter in die Tiefe und verletzte sich schwer.
- Seine Freundin meldete ihn vermisst, woraufhin am Freitagmorgen eine gross angelegte Suchaktion gestartet wurde.
- Sein Labrador bellte die Retter herbei und hielt ihn die Nacht über warm – der Mann wurde per Helikopter ins Spital geflogen.
Der 21-Jährige war am Donnerstag allein mit seinem Hund im Dachsteingebirge in Österreich unterwegs, als er rund 20 Meter in die Tiefe stürzte und sich dabei schwer verletzte. Zuvor hatte er seinen Angehörigen mitgeteilt, wohin er gehen wollte, und ihnen seine letzten Fotos geschickt.
Als seine Freundin nichts mehr von ihm hörte, meldete sie ihn als vermisst. Am Freitagmorgen leiteten die Rettungskräfte eine gross angelegte Suchaktion ein.
Handydaten und Fotos grenzen Suche ein
Mithilfe der Auswertung seiner Handydaten und der verschickten Fotos konnten die Einsatzkräfte das Suchgebiet eingrenzen. Das Auto des Wanderers wurde auf einem Schotterparkplatz in der Nähe einer Seilbahnstation gefunden.
Aus der Luft entdeckten die Rettungskräfte schliesslich auf rund 900 Metern Höhe ein orangefarbenes Zelt. Daraufhin machten sie sich in das steile und schwer zugängliche Gelände auf, wobei sie sich mit Seilen sichern mussten, wie die «Schwäbische» berichtet.
Als sich die ersten Retter dem jungen Mann näherten, hörten sie plötzlich eindringliches Bellen: Der Labrador des Wanderers versuchte, auf sich aufmerksam zu machen. Dank der Rufe des Tieres konnten die Einsatzkräfte den Verletzten schliesslich genau lokalisieren. Er lag schwer verletzt am Rand eines Baches.
Labrador wich ihm nicht von der Seite
Der Wanderer wurde mithilfe einer Seilwinde aus der Schlucht geborgen und anschliessend mit dem Helikopter ins Krankenhaus Vöcklabruck geflogen. Der aufwendige Rettungseinsatz dauerte fast drei Stunden.
Nach Angaben der Retter spielte der Hund des jungen Mannes eine entscheidende Rolle beim glücklichen Ausgang der Suchaktion. Das Tier half offenbar nicht nur dabei, seinen Besitzer zu finden, sondern blieb während dessen gesamtem Martyrium an seiner Seite. «Sein Labrador hat ihn in der Nacht wahrscheinlich warm gehalten», sagt einer der an der Rettungsaktion Beteiligten.
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