Diesel-Krise: Trump droht Frankreich und Deutschland

- Die Trump-Regierung fordert Deutschland und Frankreich auf, ihre Diesel-Notvorräte abzubauen, um die weltweiten Treibstoffpreise zu senken.
- Andernfalls droht Washington mit einem US-Exportverbot für Diesel.
- Der Wert des in Deutschland produzierten Diesels stieg im ersten Halbjahr 2026 um 42,4 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro.
Die Trump-Regierung hat Deutschland und Frankreich laut drei mit den Gesprächen vertrauten Personen aufgefordert, ihre Notvorräte an Diesel abzubauen, um die weltweiten Treibstoffpreise zu senken. Andernfalls drohe ein mögliches US-Exportverbot für Diesel, wie Reuters berichtet.
Die Raffinerien in Deutschland haben im ersten Halbjahr 2026 deutlich mehr Diesel und Benzin aus Rohöl hergestellt – die Einfuhren beider Kraftstoffe gingen dagegen zurück, wie die Deutsche Presseagentur berichtet.
Preise für Kraftstoffe stark gestiegen
Produziert wurden 15,8 Millionen Tonnen Diesel, das waren 9,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Die Produktionsmenge von Motorenbenzin stieg um 1,8 Prozent auf elf Millionen Tonnen.
Die Preise für Benzin und Diesel stiegen im ersten Halbjahr stark: Der Wert des in Deutschland hergestellten Benzins legte um 16,7 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro zu, der Wert des hierzulande produzierten Diesels um 42,4 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro.
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Florian Osterwalder (fos) arbeitet seit 2021 für 20 Minuten und ist stellvertretender Co-Leiter des Newsdesks.
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